Die Erkrankung von Mitarbeitern
führt zu un-
geplanten oder unvorhergesehenen Ausfall-
zeiten, die sich u. a. als Ausfall von Produktion
und Dienstleistungen, Zusatzkosten für die
Kompensation dieser Ausfälle und in Lohnfort-
zahlungskosten niederschlagen. Studien in
verschiedenen EU-Mitgliedsstaaten haben ge-
zeigt, daß 20 % bis 30 % dieser Erkrankungen
arbeitsbedingt sind, ohne direkt mit Ereignis-
sen oder Tätigkeiten verbunden zu sein, die
einem Arbeitsunfall oder einer Berufskrank-
heit zuzuordnen sind.
In den letzten Jahrzehnten konnte die Zahl
von Arbeitsunfällen kontinuierlich durch ver-
besserte Sicherheitsmaßnahmen vor allem
technischer Natur gesenkt werden. Die Zahl
der Erwerbstätigen, die in traditionellen Zwei-
gen der industriellen Produktion tätig sind, hat
sich verringert während die Zahl der Erwerbs-
tätigen in den kaufmännischen, verwaltenden
und Dienstleistungen erbringenden Bereichen
gestiegen ist. Für viele Menschen hat sich der
Schwerpunkt der beruflichen Belastungen
vom körperlichen in den geistigen Bereich
verlagert. |
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Viele Unternehmen sind zu flexiblen Arbeits-
zeitregimen übergegangen. Neue, vor allem
auch psycho-soziale Faktoren, die die Gesund-
heit der Mitarbeiter, aber damit auch ihre
Leistungsfähigkeit beeinflussen, treten in den
Vordergrund.
Dazu gehören unter anderen:
Stress am Arbeitsplatz
Burn-out Syndrom
Mobbing
Leistungsfähige, motivierte Mitarbeiter, die
sich am Arbeitsplatz wohl fühlen, werden zum
Wettbewerbsfaktor. Daher werden zunehmend
in den Unternehmen Schritte zur allgemeinen
Gesundheitsprävention ergriffen, die einerseits
den Arbeitsprozeß gesundheitsgerechter ge-
stalten, andererseits durch gesundheitliche
Aufklärung das gesundheitsgerechte Verhalten
der Mitarbeiter insgesamt fördern.
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